Heidepflege

Durch Rodungen und Beweiden mit Vieh hatte der Mensch starken Einfluss auf die Entwicklung der Lüneburger Heide. Durch die intensive Nutzung und die daraus folgende Auflichtung der Wälder gelangte viel Licht auf den Boden, und der Heidestrauch konnte sich aussamen - eine Pflanze, die dem Verbiss durch das Weidevieh gut standhält und dem Menschen zu vielfältiger Nutzung diente. Es entwickelte sich die Heidebauernwirtschaft.

Seit dem späten Mittelalter wurden die Heideflächen beweidet und mit der Twick „geplaggt“. Die so gewonnenen Plaggen brachte man als Einstreu in die Schnuckenställe und danach, versetzt mit dem Dung der Tiere, als Dünger auf die Äcker. Für die Heide war diese Wirtschaftsweise genau richtig, denn sie braucht nährstoffarmen Boden. Ohne eine dauerhafte Pflege würde heute aus der Lüneburger Heide innerhalb weniger Jahre der Lüneburger Wald. Auch die Luftverschmutzung gefährdet den Fortbestand der Heide: Erhebliche Stickstoffmengen regnen auf die Landschaft und führen zu einer Überdüngung.

Neben der Beweidung wird nach dem Vorbild der Heidebauern alte Heide gemäht oder gebrannt. Der kontrollierte Heidebrand trägt zum Nährstoffaustrag und zur Verjüngung der Heidepflanze bei. Mit der Twick wurde die Pflanzendecke und die mit Nährstoffen angereicherte Humusschicht abgeschlagen. Durch maschinelles Abschieben der obersten Bodenschichten wird aufgebauter Rohhumus entnommen. Im Boden vorhandenen Heidesamen können aufkeimen und sich durch die nährstoffarmen Bedingungen gegenüber Gräsern und Gehölzen durchsetzen. Durch maschinelles Abschieben der obersten Bodenschichten wird aufgebauter Rohhumus entnommen. Im Boden vorhandenen Heidesamen können aufkeimen und sich durch die nährstoffarmen Bedingungen gegenüber Gräsern und Gehölzen durchsetzen.

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