Kulturlandschaft und Landschaft voller Kultur

Eine Kulturlandschaft ist eine vom Menschen geprägte Landschaft. Wenn sich dazu noch Kultur in Form von Museen, Klöstern und Kunst gesellt – dann heißt es: herzlich ­willkommen im Heidekreis!

Die Heide leuchtet violett, das würzige Aroma umfängt einen, der Heidehonig ist beinahe auf der Zunge zu schmecken… Die historische Kulturlandschaft Niedersachsens – in ihrer Art einzigartig in Europa – lässt Sie staunend zusehen, wie Imker ihre Bienenvölker aufstellen, Heidschnuckenherden friedlich grasend ihren ökologischen Beitrag liefern, Polizeireiter und Kutschen des Weges kommen. Und die Erzeugnisse dieser Idylle sind nicht weniger köstlich als das Schauspiel beeindruckend: Honig und Heidelbeeren werden in Hofläden und auf Bauernmärkten angeboten, locken auf Plantagen zum Selberpflücken und verführen als feine Landküche in den Gasthöfen.

„Entdeckt“ hatte diese inspirierende Landschaft bereits im 19. Jh. der Schriftsteller Hermann Löns, für den die Lüneburger Heide das Landschaftsideal verkörperte. Sein Grabmal kann im Tietlinger Wacholderhain besucht werden.

„Die Vielfalt dieser Kulturlandschaft
ist mindestens so berauschend
wie ihre Farben und Düfte!"

Untrennbar mit der Lüneburger Heide verbunden sind die sechs „Lüneburger Klöster“ – das mit Abstand älteste ist das Kloster Walsrode aus dem 10. Jh. – und die Großsteingräber aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., dessen eindrucksvollsten Vertreter die „Sieben Steinhäuser“ sind. Spannende Einblicke in vergangene Zeiten erlauben auch das Heidemuseum „Dat ole Hus“ (Wilsede), das zeigt, wie die „Heidjer“ um 1850 lebten sowie der „Hof der Heidmark“ (Bad Fallingbostel) als Gedenkstätte für die Orte, die Mitte der dreißiger Jahre für den Truppenübungsplatz Bergen von der Bevölkerung geräumt werden mussten. Lebens- und Denkwelten verschiedener Generationen spiegeln sich auch wider im Spielmuseum Soltau: Vier Jahrhunderte Phantasie erwarten Sie in diesem Haus voller Träume und Kostbarkeiten.

Auch das Deutsche Panzermuseum in Munster hat sich der Erinnerungskultur verschrieben: Unter dem Slogan „Technik – Kultur – Gesellschaft“ zeigt es Panzer und Fahrzeuge aus den letzten 100 Jahren und beleuchtet Operations- und Taktikgeschichte.

Und das Archäologische Museum (Bad Fallingbostel) präsentiert sich mit prähistorischer, historischer und geologischer Abteilung. Besonderer Glanzpunkt ist die „Fallingbosteler Braut aus Ungarn“ – die Nachbildung einer frühbronzezeitlichen Frau mit reichem Schmuck und ihr „Bräutigam“.